Nur unzureichendes Ergebnis im Wirtschaftsvergleich

Thüringen belegt in diesem Jahr den Platz 5 (Vorjahr Platz 11) im Dynamikranking aller 16 Bundesländer, im Bestandsranking verharrt der Freistaat auf dem Platz 11 des Vorjahres. Unter den neuen Bundesländern weist der Freistaat die ungünstigste Entwicklung in den Jahren 2005 bis 2008 auf. Während Sachsen-Anhalt Dynamiksieger im siebten wissenschaftlichen Bundesländer-Ranking von Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und Wirtschaftswoche ist, nutzte Thüringen seine Entwicklungspotenziale "nur unzureichend und landet deshalb auf dem letzten Platz der ostdeutschen Bundesländer", stellt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dieter Hausold, fest.

Der IW Consult (Institut der deutschen Wirtschaft) führte in diesem Jahr bereits zum siebten Mal eine umfassende Vergleichsstudie der 16 Bundesländer in Zusammenarbeit mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der Wirtschaftswoche durch. Unter Anwendung von 100 ökonomischen und strukturellen Indikatoren wurde das Bundesland ermittelt, welches in den letzten drei Jahren die größte wirtschaftliche Dynamik aufweist.
"Auch wenn Thüringen im Dynamikvergleich den fünften Platz belegt, ist dies kein Grund zum Jubeln, denn dieser Index analysiert die Veränderungen in den Bundesländern im Zeitraum von 2005 bis 2008, und unter diesem Aspekt fällt der Freistaat gegenüber der ostdeutschen Vergleichsgruppe zurück. Im Bestandsranking, welches einen Vergleich der Bundesländer auf Basis von aktuellen Bestandsdaten anstellt, behauptet der Freistaat Thüringen seinen Platz aus dem Vorjahr-Platz 11", konstatiert der Wirtschaftspolitiker und fordert von der Landesregierung eine Neuausrichtung der Wirtschaftspolitik im Freistaat, denn "insgesamt bewegen sich alle Ost-Bundesländer bei Wohlstandsindikatoren wie dem verfügbaren Einkommen noch unter dem Niveau aller West- Bundesländer."

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