Netzumbau statt Netzausbau!
Angesichts der Information des Netzbetreibers 50 Hertz Transmission, 3,3 Milliarden Euro in den Netzausbau zu investieren, erklärt Petra Enders, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag und Bürgermeisterin von Großbreitenbach:
„Wenn der Netzbetreiber 50 Hertz Transmission meint, mit einer solchen Investition für den Netzausbau sei das Problem der Übertragung von zusätzlicher Energie zu lösen, unterliegt er einem folgenschweren Irrtum! Statt diese Summe in neue Starkstrom-Freileitungen zu investieren, sollte sich 50 Hertz besinnen und den Vorschlag der Bürgerinitiativen aufnehmen, das vorhandene Übertragungsnetz mit Hochtemperaturseilen umzubauen.“ Die Politikerin weist darauf hin, dass Deutschland mit 36.000 km Hochspannungsnetz und 1,8 Millionen km Verteilernetz eines der engmaschigsten Netze der Welt vorhält.
„Es ist keine Lösung, diesen Stromleitungen immer neue hinzuzufügen, zumal es mit der Temperaturüberwachung der Leitungen - dem so genannten Freileitungsmonitoring - und der Hochtemperaturseiltechnologie Alternativen gibt, die auf keinen Fall teurer sind. Da sie auf vorhandenen Trassen Anwendung finden, werden sie auch von den Menschen akzeptiert“, so Petra Enders abschließend.
