Mobilitätspolitik darf sich nicht in Simson-Debatten erschöpfen – Kinder- und Jugendticket ist der Schlüssel zu bezahlbarer Mobilität

Andreas Schubert

„Die Simson ist ein Stück ostdeutscher Alltagskultur und verdient Anerkennung, aber sie allein löst nicht die Mobilitätsprobleme in Thüringen“, erklärt Andreas Schubert, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, anlässlich der heutigen Plenardebatte.

Während die Koalition aus CDU, SPD und BSW mit ihrem Antrag Teilprobleme bei der Zulassung von Reimporten und Elektro-Umrüstungen adressiere, bleibe der große Wurf aus: „Es ist richtig, Rechtsunsicherheiten für Simson-Besitzerinnen und -Besitzer zu beseitigen. Aber eine neu aufgebaute 4.000-Euro-Simson ist für viele junge Menschen schlicht unerschwinglich. Mobilitätspolitik darf sich nicht darauf verengen, ob einzelne Mopeds 60 km/h fahren dürfen.“

Stattdessen brauche es eine soziale Antwort für alle jungen Menschen: „Mobilität muss für jede und jeden erschwinglich sein und das unabhängig vom Geldbeutel. Genau das leistet unser Kinder- und Jugendticket. Es ermöglicht günstige und deutschlandweite Mobilität für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und junge Erwachsene in ganz Thüringen. Damit schaffen wir echte Teilhabe, statt nur symbolische Politik zu betreiben. Uns geht es um mehr Mobilität für alle.“

Schubert fordert die Regierungsfraktionen deshalb auf, endlich Farbe zu bekennen: „Wer es ernst meint mit gleichwertigen Lebensverhältnissen zwischen Stadt und Land, muss den öffentlichen Nahverkehr stärken. Unser Kinder- und Jugendticket ist dafür ein zentraler Baustein. Die Simson bleibt Kult, aber für die Mobilität der Zukunft brauchen wir eine breite und soziale Lösung.“

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