Mehr Verantwortung und Unterstützung für Schulen statt inkonsequenter Reduzierung der Schulämter

Mit Blick auf die dringend notwendige Verwaltungsreform in Thüringen bezeichnet Michaele Sojka die bekannt gewordenen Pläne zur Reduzierung der Schulämter als einen halbherzigen Schritt. Zudem werde damit „die unmittelbare und schnelle Beratung und Unterstützung von Schulen vor Ort deutlich erschwert“, so die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion weiter.

Die Reduzierung der Schulämter von elf auf fünf sei inhaltlich falsch und kostee darüber hinaus über eine Million Euro mehr Landesmittel für die Anmietung neuer Liegenschaften sowie zur Anschaffung neuer Büro- und Computertechnik. „Vielmehr ist die völlige Abschaffung der Schulämter durch eine Übertragung ihrer Aufgaben auf die Schulträger längst überfällig. Nur so können die kommunalen Schulträger vor Ort endlich die Entwicklung ihrer Schulen zu wirklich eigenverantwortlichen Schulen inhaltlich unterstützen und wirksam voranbringen“, betont die LINKE Bildungspolitikerin. Seit Jahren werde die unnötige Doppelverwaltung von Schulämtern und Schulverwaltungsämtern beklagt, welche „die Probleme nicht lösen hilft, sondern eher das Hin- und Herschieben von Verantwortung unterstützt“.

Michaele Sojka weiter: „Schulen brauchen keine Kontrolle und Bevormundung, sondern wirkliche Eigenverantwortung in Zusammenarbeit mit den Schulträgern vor Ort. Und deshalb ist eine effektive und schnell erreichbare Beratung und Unterstützung der Schulen bei pädagogischen, psychologischen oder rechtlichen Problemen von entscheidender Bedeutung.“

Durch die jetzt eingeleitete Zentralisierung der Schulaufsicht auf fünf Standorte würden aber auch die notwendigen Beratungsangebote zentralisiert und damit für viele Schulen unerreichbar. Notwendig sei stattdessen die Zentralisierung bzw. Abschaffung unnötiger Verwaltungsstrukturen bei gleichzeitiger Regionalisierung der dringenden Beratung und Unterstützung. „Die völlige Abschaffung der Schulämter und die Schaffung regionaler Schulberatungszentren wäre ein konsequente Schritt“, unterstreicht die Landtagsabgeordnete.

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