Maurer: Armutsfeste Rente sicherstellen

Katja Maurer

Maurer: Armutsfeste Rente sicherstellen

Mit dem im Dezember verabschiedeten Rentenpaket stehen Fragen, wer für welche Kosten aufkommt und wer wie und wann in Rente eintreten kann, im Fokus der öffentlichen Debatten. „Wir möchten die Aufmerksamkeit aber auch auf Personengruppen richten, die durch das Rentensystem Benachteiligungen erfahren“, kündigt Katja Maurer, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, an.

„In den aktuellen Debatten um unser Rentensystem wird gerne ausgelassen, dass durch das jetzige Rentensystem niedrige Altersrenten und Altersarmut bei bestimmten Personengruppen verursacht beispielsweise für Alleinerziehende. Es braucht deshalb nicht nur einer Anpassung wesentlicher Grundzüge der Rente, wie die Aufhebung des Zwei-Klassen-Rentensystems durch eine Rentenversicherung in die ausnahmslos alle einzahlen. Sondern es braucht auch Maßnahmen für eine armutsfeste Rente von besonders benachteiligten Gruppen. Mit Kleinen Anfragen wollen wir ihre Lage in Thüringen beleuchten und landes- sowie bundespolitische Maßnahmen herausarbeiten“, führt Maurer weiter aus.

„Alleinerziehende sind häufiger von prekären Arbeitsmarktsituationen betroffen, sind häufiger in Teilzeit und sind mit einer geringeren Brutto-Altersrente konfrontiert, welche die Gefahr für Altersarmut wachsen lässt“, erklärt die Abgeordnete. Für eine armutsfeste Altersrente für Alleinerziehende, betont Maurer, bedarf es deshalb in mehrfacher Hinsicht politische Weichenstellungen. „Es muss sich was ändern. Die Arbeitsmarktsituation an sich, insbesondere die Verbesserung der Vereinbarkeit von Berufsleben und Familienleben zum Beispiel durch ausreichend Betreuungsangebote und eine Entlohnung der unbezahlten Sorgearbeit sind nur einige Punkte. Außerdem sollten auch beispielsweise Erziehungs- und Pflegezeiten angerechnet werden“, schließt Maurer ab.

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