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Lutherjahr - Aushängeschild für Tourismus und Wissenschaft

Nach der Ankündigung der Erfurter Universität, einige Master-Studiengänge auf den Prüfstand zu stellen, erklärt Bodo Ramelow, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: "Statt Studiengänge abzuschaffen, muss überlegt werden, wie man in Westdeutschland verstärkt und gezielt Studenten wirbt, um die Auslastung der Erfurter Universität zu erhöhen."

Es wäre ein "großer Fehler, jetzt unter anderem das Fach Religionswissenschaften in Erfurt zurückzufahren. Man sollte die Voraussetzungen, die die Universität Erfurt bietet, nutzen, um ein Zentrum des interreligiösen Dialogs aufzubauen", so Ramelow weiter. Gerade auch mit Blick auf die Vorbereitungen zum Lutherjahr sei es wichtig, diesen thematischen Höhepunkt für Thüringen nicht nur touristisch zu nutzen. "Es wäre auch aus wissenschaftlicher Sicht ein guter und richtiger Beitrag, die Lehrangebote für abrahamitische Religionen zu stärken", sagt Ramelow, Fraktionschef im Landtag und Sprecher für Religionspolitik des Parteivorstandes. Bei der Konzeption zum Lutherjahr könnte so auch in der Ausbildung und in der Wissenschaft ein Schwerpunkt gesetzt werden. Erfurt sollte ein Zentrum des interreligiösen Dialoges und der Kooperation zwischen Christentum, Judentum und Islam werden. Die richtige Antwort auf Herrn Erdogan, dem türkischen Ministerpräsidenten, wäre die eigene deutsche Ausbildung von Imamen und Rechtsgelehrten des Islams. Erfurt könnte ein Zentrum für die Ausbildung von Imamen und Rabbinern, evangelischen und katholischen Pfarrern und Priestern werden. "Luther würde sich über ein solches interreligiöses Zentrum freuen", ist sich Ramelow sicher. Das wäre ein wirksamer Beitrag zur Integration und dem Dialog.

"Es ist berechtigt, über Studiengänge mit wenigen Neuanmeldungen nachzudenken. Bei den Überlegungen darf es nicht um das Zusammenstreichen von Lehrangeboten gehen, sondern es müssen die qualitative Verbesserung sowohl der Studiengänge als auch der Umfeldbedingungen sowie die gezielte Werbung für Studenten aus den westlichen Bu

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