Linksfraktion verlangt deutliche BAföG-Erhöhung

Die Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Studierendenpolitik, Susanne Hennig, verlangt vor dem morgen stattfindenden Vermittlungsausschuss in Berlin "eine positive Entscheidung zur BAföG-Erhöhung".

Während im Durchschnitt der OECD-Staaten mehr als 56 Prozent eines Jahrgangs studieren, seien es in Deutschland gerade einmal 37 Prozent. Die Anfang September veröffentlichte OECD-Studie "education at a glance" habe gezeigt, dass die Neigung in Deutschland ein Studium aufzunehmen kaum wächst, während in fast allen anderen Staaten deutlichere Zuwächse zu verzeichnen sind. "Wir brauchen ein Signal an junge Menschen auch aus einkommensschwächeren Familien, beim Weg zum Studium wirksame Unterstützung zu erhalten. Dort gibt es viele, die das schaffen können, aber sich aus sozialen Gründen zurückhalten", betont Hennig. Eine nochmalige Verschiebung der BAföG-Erhöhung wäre "ein Offenbarungseid und würde alle Beschwörungen von der Bedeutung der Bildung für die Zukunft Deutschlands ad absurdum führen", so die Abgeordnete der LINKEN weiter.
Ende 2008 hatte Bundeskanzlerin Merkel die Bildung zur Chefsache erklärt und sich für eine Qualifizierungsoffensive bis 2012 eingesetzt. "Damals hatte sie den Satz geprägt: ‚Wohlstand für alle, heißt heute Bildung für alle.' Jetzt wird sich herausstellen, wie ernst solche Beteuerungen gemeint waren", sagt Susanne Hennig abschließend.

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