LINKE Genossenschaft "FairWohnen" will Bezahlbarkeit der Wohnungen sichern

Die Bundesregierung will die Treuhandliegenschaftsgesellschaft (TLG) mitsamt den dazugehörigen 11.500 Wohnungen in Ostdeutschland - in Thüringen sind Eisenach, Gotha, Arnstadt, Erfurt, Jena und Gera betroffen - privatisieren und hat dazu ein europaweites Bieterverfahren in Gang gesetzt. Um die Wohnungen, die überwiegend aus dem früheren volkseigenen Vermögen der DDR stammen, im Interesse der Mieter zu erhalten und zu sichern, haben Bundes- und Landespolitiker der Partei DIE LINKE jetzt die TreuhandliegenschaftsGenossenschaft FairWohnen i.G. gegründet, die sich am Bieterverfahren beteiligt.

Bodo Ramelow, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Thüringer Landtag, würdigte das Anliegen der Genossenschaftsinitiative, die Bezahlbarkeit der Wohnungen, die nicht der Spekulation und Renditemaximierung unterworfen werden dürfen, zu sichern.

Mit der Genossenschaft könne den Bewohnern die Möglichkeit eingeräumt werden, "eigenwirtschaftlich, selbstbestimmt und demokratisch die Bewirtschaftung der Wohnungen vorzunehmen", sagte Heidrun Sedlacik. Die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion will selbst als Mitglied der "FairWohnen"-Genossenschaft möglichst viele Mieter der Wohnungen in Thüringen zum Mitmachen mobilisieren. Es gelte, "im Kampf gegen ,Heuschrecken' das weitere Verschleudern öffentlichen Eigentums zu verhindern, dafür Sorge zu tragen, dass der Wohnungsbestand in gemeinschaftlicher Hand bleibt und das Grundrecht auf Wohnen zu sichern", so Frau Sedlacik.

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