Kubitzki: Rente erst mit 70 ist zynisch
"Das Renteneintrittsalter darf nicht zum Spekulationsobjekt neoliberaler Politikvertreter werden", sagt der sozialpolitische Sprecher der LINKEN im Thüringer Landtag, Jörg Kubitzki, anlässlich der Forderung des Instituts der deutschen Wirtschaft nach einem Rentenbeginn mit 70 Jahren.
"Nachdem das Rentenalter auf 67 Jahre angehoben wurde, nun dieser jetzt der Vorschlag. Muss womöglich damit gerechnet werden, dass einige Neoliberale demnächst die Abschaffung der gesetzlichen Rente verlangen?", fragt Kubitzki.
Kubitzki fordert, dass die Landesregierung wie festgelegt, untersucht, ob ältere Arbeitnehmer nach dem Beschluss ‚Rente mit 67' verstärkt von der Wirtschaft eingestellt wurden. Er prognostiziert, dass dies nicht der Fall sein werde.
"Für viele Berufsgruppen ist es gesundheitlich gar nicht möglich, bis 67 geschweige bis 70 zu arbeiten", so Kubitzki. Deshalb unterstützt er die Forderungen des Sozialverbandes Deutschland, zum Renteneintrittsalter mit 65 Jahren zurückzukehren. Er fordert aber auch, dass Möglichkeiten des schrittweisen Renteneintritts vor dem gesetzlichen Renteneintrittsalter geschaffen werden.
