Koalition aus CDU, BSW und SPD blockiert Kinder- und Jugend-Ticket – trotz breiter Unterstützung aus Verbänden
In der heutigen Plenarsitzung hat die Fraktion Die Linke ihren Antrag zur Einführung eines landesweiten 28-Euro-Kinder- und Jugend-Tickets erneut verteidigt. Trotz breiter Zustimmung durch zahlreiche Fachverbände in der schriftlichen Anhörung wurde der Antrag von den Fraktionen der CDU, SPD und BSW abgelehnt. Die Linke kritisiert diese Haltung als mut- und konzeptlos.
„Der Landessportbund spricht sich sogar für einen komplett kostenfreien ÖPNV bis 27 Jahre aus, die Thüringer Handwerkskammern unterstützen unser Ticket ausdrücklich. Wer diesen Rückenwind ignoriert, verspielt eine echte Chance für junge Menschen in Thüringen“, erklärt Andreas Schubert, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag.
In der schriftlichen Anhörung hatten sich auch der Paritätische, der Landesjugendring, der Kinderschutzbund, die IHK Erfurt, der ADFC Thüringen und viele weitere Organisationen positiv zum Linken-Vorschlag geäußert. Sie betonen dessen Potenzial für mehr soziale Teilhabe, Klimaschutz und die Bindung junger Menschen an den ÖPNV.
„Dass ausgerechnet jene Fraktionen, die in ihrem Koalitionsvertrag selbst ein vergünstigtes Ticket angekündigt haben, sich im Ausschuss nicht einmal mit inhaltlichen Vorschlägen beteiligt haben, ist mehr als enttäuschend“, so Schubert weiter. „Wer sich so der Diskussion verweigert, kann auch nicht erwarten, dass wir seinem inhaltsarmen und kurz vor Schluss eingereichten Alternativantrag zu unserem Kinder- und Jugend-Ticket zustimmen, zumal darin keinerlei konkrete Lösungen für junge Menschen enthalten sind.“
Die Linke kritisiert, dass der Alternativantrag der „Brombeer-Koalition“ aus CDU, BSW und SPD kaum mehr als wohlklingende Absichtserklärungen und Prüfaufträge enthält und keine konkreten Verbesserungen für die Mobilität von jungen Menschen in Aussicht stellt. „Unser Antrag lag zur Diskussion auf dem Tisch. Statt Ausflüchten brauchen wir endlich Entschlossenheit. Junge Menschen in Thüringen haben ein Recht auf bezahlbare Mobilität“, so Schubert abschließend.

