Kein Honorarkampf auf dem Rücken der Patienten

Jörg Kubitzki, gesundheitspolitischer Sprecher der LINKE-Fraktion im Thüringer Landtag, fordert die Ärzte zur Sachlichkeit in der Diskussion auf. Die Drohung mit Streik und Praxisschließung verunsichere die Patienten. "Wenn die Honorare der Ärzte angehoben werden, muss die höhere Vergütung auch bei dem Personal der Arztpraxen ankommen", fordert Kubitzki.

Warum die Krankenkassen die Honorare der Ärzte nicht weiter anheben wollen, ist dem Gesundheitsexperten unklar. Einerseits jubelten die Kassen über erzielte Überschüsse in Milliardenhöhe, andererseits soll ein erneuter Anstieg der Vergütungen der Ärzte verhindert werden. "Bei all der Diskussion darf es nicht zu einer Gefährdung der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung kommen", unterstreicht der Abgeordnete.

Die Honorarverhandlungen mit den niedergelassenen Ärzten sollten genutzt werden, um eine bessere Vergütung der Landärzte, die im Gegensatz zu Ärzten in der Stadt höhere Aufwendungen und Belastungen haben, zu erreichen", schlägt Kubitzki abschließend vor.

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