K+S torpediert Runden Tisch
"Es ist ein Skandal, dass sich Kali+Salz weigert, die Vorgaben der Landtage von Hessen und Thüringen einzuhalten, die Werra ab 2020 nicht mehr zu belasten", sagt die Umweltpolitikerin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Katja Wolf, am Rande der Sitzung des Runden Tisches in Kassel.
Damit stelle der Konzern die Arbeit des Runden Tisches in Frage. "Der Kaliproduzent verweigert sich nicht nur ökologischer Notwendigkeiten, sondern auch der Einhaltung europäischen Rechts", kritisiert Frau Wolf.
Die erneute Drohung des Arbeitsplatzabbaus sei "durchsichtig und nicht sachdienlich. Der Konzern gefährdet mit seiner bockbeinigen Weigerung, Umweltziele zu akzeptieren, selbst die Arbeitsplätze!", so Wolf. Eine langfristige Planung von Entsorgungslösungen sei akzeptabel, jedoch kein Aussitzen. Vorrang müsse die höhere stoffliche Verwertung haben.
Die Umweltpolitikerin der LINKEN kritisiert zudem, dass der Konzern eine Ausweitung der Versenkung plane. "Heute ließ K+S die Katze aus dem Sack: Der Konzern plant neue Versenkgebiete, in die Abwässer verpresst werden sollen. Das ist hoch riskant." Der Kali-Produzent müsse endlich aufhören, die Öffentlichkeit zu täuschen und langfristige Lösungen zu blockieren. Selbst wenn in Thüringen keine weitere Versenkung geplant sei, hätten die Vorhaben von K+S negative Auswirkungen auf die Trinkwasserversorgung in der Werra-Region. Deshalb müsse länderübergreifend gegen die Planungen des Konzerns vorgegangen werden.
