Insolvenz in Masserberg: Suche nach besseren Auslastungsmöglichkeiten notwendig

Angesichts der Nachricht von der Insolvenz der Rennsteig Kur- und Touristik GmbH warnen Jörg Kubitzki und Tilo Kummer vor einer katastrophalen Situation für die beschäftigten Mitarbeiter, aber auch für die Region und die Gemeinde Masserberg.

Der gesundheitspolitische Sprecher der LINKEN-Landtagsfraktion, Jörg Kubitzki, will die Vorgänge im Sozialausschuss auf die Tagesordnung setzen lassen. Er kritisiert, dass der Freistaat dem angeschlagenen Unternehmen kurzfristig erbetene Hilfe ohne Suche nach anderen möglichen Lösungen versagt hat. „Nun stehen 200 Mitarbeiter vor einer ungewissen Zukunft und ein wichtiger Gesundheits- und Tourismusstandort in Südthüringen ist real gefährdet“, unterstreicht Kubitzki. Zudem seien in der Vergangenheit in den Standort Masserberg bereits erhebliche Mittel geflossen, die im Falle einer wirksam werdenden Insolvenz verloren wären. Ziel müsse es daher sein, Möglichkeiten einer besseren Auslastung der in Masserberg vorhandenen Kapazitäten, zum Beispiel durch die Sozialversicherungsträger, zu suchen. Das wolle man im Sozialausschuss thematisieren.

Tilo Kummer treibt als Hildburghäuser Wahlkreis-Abgeordneter vor allem auch die Situation der Gemeinde Masserberg um: „Stirbt die Klinik, wäre das ein unglaublicher Schlag für den Oberen Wald, aber auch für den Tourismus in der ganzen Region. Laut Medienberichten müsste die Gemeinde Masserberg im Insolvenzfall mit sechs Millionen Euro bürgen, obwohl man schon von Landeshilfen abhängig ist. Wie soll diese Hypothek geschultert werden?“ Tilo Kummer hält es in diesem Zusammenhang für notwendig, dass der Regionalverbund in die Rettungsversuche einbezogen wird.
Der Landkreis müsse hier ebenfalls tätig werden. Die Kreistagsfraktion der LINKEN prüfe deshalb auch, ob eine Sondersitzung des Kreistages einberufen werden sollte.

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