In Qualität und Erhalt von Kindergärten investieren – attraktives Leben in Thüringen fördern
Heute hat die dritte Sitzung der Kommission Kindergartenfinanzierung im Thüringer Landtag stattgefunden, in der die Mitglieder über strukturelle Anpassungen in der Finanzierung bei rückläufigen Kinderzahlen diskutiert haben. Die LIGA, die Gewerkschaften ver.di und GEW sowie der Gemeinde- und Städtebund haben ihre Ideen und Forderungen deutlich gemacht. Ulrike Grosse-Röthig, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, fordert: „Thüringen muss jetzt in die Qualität und den Erhalt von Kindergärten investieren. Es braucht eine verlässliche Finanzierung mit ganz klaren Kriterien, auch für den Fachkraft-Kind-Schlüssel. Die Transformation kann mit mehr Geld im System und einer Verbesserung der Qualität gestemmt werden.“
In den letzten Monaten ist bereits beschlossen worden einige Kindergärten in Thüringen zu schließen, weitere Einrichtungen sind bedroht. „Die Unsicherheit für pädagogische Fachkräfte, Eltern und Kinder, die mit der drohenden Schließung von Kindergärten einhergehen, müssen beendet werden. Die Landesregierung ist nun in der Verantwortung Perspektiven für ein attraktives Leben in Thüringen aufzuzeigen. Sonst kommt mit dem „Grünen Herz Deutschlands“ der CDU auch gleich der Abbruch der 90er Jahre zurück“, kritisiert die Abgeordnete.
Mit Blick auf die bereits geleistete Arbeit der Kommission erklärt Grosse-Röthig: „Die Vorträge der Mitglieder verbunden mit Strukturvorschlägen für eine Finanzierung von Kindergärten haben eine differenzierte und inhaltlich tief gehende Diskussion ermöglicht und haben schon jetzt Einfluss in den Doppelhaushalt gefunden. Ich danke allen Mitgliedern für Ihre bisher geleistete Arbeit und hoffe auf weitere konstruktive Beratungen.“

