Heidrun Sedlacik: FairWohnen nicht zugelassen
„Mit dem Ausschluss der TLG FAIRWOHNEN aus dem Bieterverfahren erweist sich, dass das öffentliche Gerede von Mieterschutz, Kündigungsschutz älterer und schutzbedürftiger Mieter und letztlich Selbstorganisation am Ende nichts wert ist“, protestiert die wohnungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion DIE LINKE, Heidrun Sedlacik.
Die TreuhandliegenschaftsGenossenschaft FAIRWOHNEN i.G ist durch das Bundesfinanzministerium aus dem Bieterverfahren ausgeschlossen worden. Nur zwei klassische Immobilienunternehmen und vier Finanzinvestoren wurden für das weitere Bieterverfahren zugelassen. „Offensichtlich sollen keine sozialen Verpflichtungen eingegangen werden. Die Erfahrungen aus Dresden und anderen Orten zeigen, dass Sozialchartas spätestens beim Weiterverkauf der ehemaligen staatlichen Wohnungen nichts mehr zählen“, betont die LINKE Wohnungspolitikerin.
Heidrun Seldacik stellt dazu weiter fest: „Das von Abgeordneten der Partei DIE LINKE initiierte genossenschaftliche Gegenmodell zu den Finanzinvestoren musste wohl daher aus dem Verfahren genommen werden. Die Ankündigung der Aufsichtsratsvorsitzenden von „Fairwohnen“, Heidrun Bluhm, dass die Genossenschaft ebenso wie die Linkspartei auch ohne Kaufoption beim Bund weiter auf die Selbstorganisation der Bewohnerinnen und Bewohner setzt“, werde sie als Mitglied der Genossenschaft FAIRWOHNEN unterstützen. „Denn maßgeblich ist, dass Wohnen für die Mieterinnen und Mieter bezahlbar bleibt und diese nicht als die Renditezahler für ‘Heuschrecken’ dienen“, so die Thüringer Landtagsabgeordnete abschließend.
