Hainich nicht länger als Stiefkind behandeln!
Nach der Verleihung der UNESCO-Welterbeurkunde für die deutschen Buchenwälder und damit für den Nationalpark Hainich erklärt Katja Wolf, Sprecherin für Umweltpolitik der LINKE-Landtagsfraktion.
„Mit dieser Auszeichnung wird nicht nur die inhaltlich und fachlich hervorragende Arbeit des Nationalpark-Teams im Hainich gewürdigt, sondern auch der Focus auf die Zukunft des Parks gelenkt. Der Freistaat muss sich nun der Verantwortung für den Nationalpark und dessen Arbeit noch bewusster werden, steht doch diese Fläche nun noch stärker auch im Blickpunkt des internationalen Interesses. Das birgt sowohl für die Umwelt als auch für die touristische Entwicklung der Region und des Landes vielfältige Chancen“, so Wolf.
Ein erster richtiger Schritt sei gewesen, den Nationalpark nicht in die Forstanstalt öffentlichen Rechts zu integrieren. Nun müsse das Land auch den nächsten Schritt gehen und den Nationalpark personell und finanziell angemessen ausstatten. Derzeit gebe es zu wenig Mitarbeiter, und selbst die vorgesehenen Stellen seien nicht alle besetzt.
„Dieser Umgang ist einer Welterbestätte nicht würdig“, erklärt die Umweltpolitikerin der LINKEN. Die Abgeordnete hofft, dass man die Auszeichnung nun auch bald mit einer Veranstaltung im Hainich würdigt. „Solch ein Ereignis muss gefeiert werden!“
