Gerechte Netzentgelte statt steigender Stromkosten – Thüringen darf nicht weiter draufzahlen

Jens Thomas

Angesichts der heutigen Inbetriebnahme der neuen 380-Kilovolt-Leitung zwischen Pulgar und Vieselbach erklärt Jens Thomas, energiepolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag: „Der Netzausbau ist Teil der Energiewende, aber die Netzentgelte müssen gerechter verteilt werden. Es ist nicht hinnehmbar, dass Norden und Osten über die Netzentgelte mit hohen Kosten und zusätzlicher Infrastruktur vor Ort doppelt belastet werden. Wir fordern deshalb, die deutsche Stromgebotszone aufzuteilen, damit die Netzentgelte fairer verteilt und Verbraucherinnen und Verbraucher entlastet werden.“

 

Eine Aufteilung der Stromgebotszone wäre ein richtiger und überfälliger Schritt. „Gerade für die Menschen und Betriebe im Norden und Osten Deutschlands eröffnet sich damit die Chance auf deutlich sinkende Strompreise. Die heutigen regionalen Unterschiede, die durch hohe Netzentgelte und Engpasskosten geprägt sind, würden endlich abgebaut“, so Jens Thomas.

 

Der Linke-Abgeordnete betont, dass auch industrielle Großabnehmer profitieren würden: „Die energieintensive Industrie braucht verlässliche und bezahlbare Strompreise. Mit einer Gebotszonentrennung sinkt der Börsenstrompreis in den Regionen mit viel erneuerbarem Strom deutlich und das sind insbesondere die strukturschwächeren Gebiete im Norden und Osten. Das stärkt nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern sichert auch Arbeitsplätze.“

 

Mehr aktuelle Themen