Genossenschaften bleiben Thema im Landtag
Die Linksfraktion hält Genossenschaften für einen wichtigen Baustein hin zu einer solidarischen Ökonomie und zur Wirtschaftsdemokratie. Darauf verweisen die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion, Ina Leukefeld, und die Sprecherin für Agrarpolitik und regionale Entwicklung, Dr. Johanna Scheringer-Wright.
Es fehlen aus Sicht der Fachpolitikerinnen aber die Rahmenbedingungen, damit Menschen gemeinschaftlich und mit gleichen Rechten eine Unternehmensidee oder Lebensidee auf Genossenschaftsbasis umsetzen können. Dies sei in Gesprächen mit Genossenschaftsverbänden immer wieder betont worden.
Aus der heutigen Landtagsdebatte sei deutlich geworden, dass in Thüringen der Anteil der Genossenschaften an den Unternehmen bei insgesamt nur 0,5 Prozent liege. Auch Neugründungen seien gegenwärtig eher spärlich, obwohl sich im Bereich der bürgerschaftlichen Energiegewinnung inzwischen erfreulicherweise etwas bewege, erklären Leukefeld und Scheringer-Wright.
Daran zeige sich, so die Abgeordneten weiter, dass es immer noch an einem wirtschaftspolitischen Klima Pro Genossenschaft und an speziellen Fördermechanismen fehle. Auch die Kreditaufnahme von Genossenschaften sei im Vergleich zu Kapitalgesellschaften immer noch erschwert. Hier müsse dringend angesetzt werden.
Die Linksfraktion habe in ihrem Antrag gute Vorschläge unterbreitet. Dazu gehöre eine spezielle Förderrichtlinie sowie ein Kompetenzzentrum „Genossenschaften“, so die beiden Politikerinnen abschließend. Der Antrag sei vom Landtag einstimmig zur Weiterberatung in den Wirtschaftsausschuss überwiesen worden.
