Forschung und Wissenschaft müssen transparent sein
Heute hat der Thüringer Landtag mit den Stimmen der Regierungsfraktionen eine Transparenzinitiative für Kooperationen zwischen den Thüringer Hochschulen und Unternehmen auf den Weg gebracht. Hierzu erklärt Christian Schaft, wissenschafts- und hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE: „Die Freiheit von Forschung und Lehre setzt Transparenz als Grundprinzip voraus. Nur so kann verhindert werden, dass Unternehmensinteressen zu Verfälschungen oder einer ‚Schere im Kopf‘ bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern führen.“
Mit dem verabschiedeten Antrag werde die Wissenschafts- und die unternehmerische Freiheit angesichts steigender Drittmittel in einen guten Einklang gebracht. „Thüringer Hochschulen erhalten immer höhere Drittmittelzuwendungen, die inzwischen etwa einem Drittel des gesamten Finanzierungsvolumens entsprechen. Im Jahr 2013 wurden so laut Landesamt für Statistik 162,7 Mio. Euro an den Thüringer Hochschulen umgesetzt. Zudem gibt es derzeit in Thüringen 48 Stiftungsprofessuren. In beiden Fällen muss sichergestellt werden, dass Forschungsergebnisse, die an öffentlichen Einrichtungen gewonnen werden, auch für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, und dass Forschende unabhängig und frei in ihren Themenbereichen forschen können. Hierfür setzen wir ein klares Zeichen“, erläutert der Wissenschaftspolitiker.
„Das Wissenschaftsministerium wird nun in einem Abstimmungsprozess mit den Hochschulen und ihren Mitgliedern sowie unter Einbeziehung des Thüringer Landtags gemeinsame Leitlinien erarbeiten. Am Ende werden wir ein gutes Ergebnis für die Wissenschaftsfreiheit und Transparenz in Thüringen erreichen“, so abschließend Christian Schaft.
