Erneute Ölkatastrophe macht Notwendigkeit der Beendigung der fossilen Energieförderung deutlich
"Die erneute Havarie auf einer Ölplattform im Golf von Mexiko macht wieder deutlich, dass wir dringend einen kompletten Ausstieg aus der fossilen Energieförderung brauchen. Wir sollten uns bewusst machen, dass es nur eine Welt gibt, die es zu schützen gilt. Vermeintlich weit entfernte Umweltschäden gehen uns alle an", ist Katja Wolf, die Sprecherin für Umweltpolitik der Fraktion DIE LINKE, überzeugt. Der Umbau hin zur erneuerbaren Energie ist mit weniger Risiken für Leib, Leben und die Umwelt verbunden.
"Wir schlagen darum vor, allgemein verbindliche Nachhaltigkeitskriterien festzulegen. Insbesondere geht es um einen Herkunftsnachweis, der bei der Ölförderung riskante Technologien, wie die Offshore-Bohrung in sehr großen Tiefen, ausschließt", erläutert die LINKE-Abgeordnete das Anliegen. Außerdem soll eine Rückverfolgbarkeit der Erdölprodukte von der Förderung über den Transport, die Lagerung und die Verarbeitung möglich werden. "Die Landesregierung sollte in diesem Sinne im Bundesrat initiativ werden", fordert Frau Wolf.
Ein solches transparentes System könne nach Überzeugung der Abgeordneten Vorbildfunktion für die Biomassenutzung für Wärme, Strom und Kraftstoffe haben. Sie verweist darauf, dass seit Beginn dieses Jahres dazu eine europäische Richtlinie und für Deutschland eine entsprechende Verordnung auf den Weg gebracht werden konnten.
