Dr. Birgit Klaubert: Landesregierung hat kein Konzept gegen jahrelange Finanznot der Museen

"Der jahrelangen Finanznot der Thüringer Museen muss dringend ein Ende gesetzt werden. Entsprechende Zusagen der Landesregierung bleiben aber vage und verschlimmern angesichts dramatischer Haushaltslöcher in den Kommunen die Situation für die Träger", betont die Sprecherin für Kulturpolitik der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Dr. Birgit Klaubert.

Sie verweist auf die heutige Antwort der Landesregierung zu ihrer Mündlichen Anfrage bezüglich eines freien Eintritts für Kinder und Jugendliche in Thüringer Museen. Diese habe die Konzeptionslosigkeit des für Kultur verantwortlichen Ministeriums beim dringend zu lösenden Problem der jahrelangen Unterfinanzierung der Museen in Thüringen offenbart. "Bis zum heutigen Zeitpunkt hat die Landesregierung noch keine Gespräche mit den Akteuren und Trägern der ca. 200 Museen in Thüringen geführt, obwohl die chronische Unterfinanzierung der Einrichtungen dringend behoben werden muss", kritisiert die Kulturpolitikerin. Dabei habe Kultusminister Matschie seit Jahren und insbesondere vor der Landtagswahl erkannt, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gebe, und Änderungen angemahnt.

"Kultur muss endlich den Stellenwert erhalten, den man ihr in Sonntagsreden gerne zuweist", fordert Frau Dr. Klaubert. "Gerade die Museen in Thüringen prägen das kulturelle Bild des Landes wesentlich mit. Ihre Angebote müssen mit der pädagogischen Arbeit an den Kitas und Schulen verknüpft werden, denn Kultur und Bildung gehören eng zusammen. Somit darf die Finanzierung der Kultureinrichtungen nicht den Kommunen allein überlassen bleiben, und der Zugang zu den Museen muss, so wie in Sachsen, auch in Thüringen für alle Kinder und Jugendliche kostenfrei erfolgen", betont die Landespolitikerin abschließend.

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