Dr. Birgit Klaubert: Kulturfinanzierung in Thüringen braucht langfristige Perspektive
"Der von der Kulturinitiative Thüringen heute mit Dringlichkeit erneuerte Vorschlag eines Kulturfördergesetzes für den Freistaat muss von der Landesregierung aufgegriffen und zu einem Schwerpunkt in dieser Legislatur werden", fordert die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Birgit Klaubert, und verweist auf die jahrelangen Anstrengungen ihrer Fraktion, damit die reichhaltige Thüringer Kulturlandschaft eine langfristige Perspektive erhält.
Die Landespolitik müsse die gesamte Kultur Thüringens - von den Museen über die Theater bis zu den Musik- und Kunstschulen - in den Blick nehmen und den verschiedenen Kultureinrichtungen eine verlässliche Finanzierung und damit Planungssicherheit geben, so die Abgeordnete weiter. "Von der Bedeutsamkeit der Thüringer Kultur zu sprechen, wie jetzt wieder in Vancouver, ist das eine, es muss aber auch entsprechend gehandelt werden", betont Frau Dr. Klaubert und will die Ministerpräsidentin ebenso wie den Kulturminister beim Wort nehmen.
Vor allem auch bei der Sozio- und Breitenkultur in Thüringen sei es dringend notwendig, weg von der kurzfristigen Finanzierung hin zu einer Langfristigkeit und Planbarkeit zu kommen. Dabei müssten die Kommunen in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben auch erfüllen und die Kofinanzierung aufbringen zu können. "Es ist gut und schön, wenn die SPD in der Landesregierung mehr Geld für die Kultur aufbringen will, aber es nützt gar nichts, wenn gleichzeitig die Kommunen geschröpft werden und für Kultur kein Geld mehr da ist", unterstreicht die Landtagsabgeordnete und spricht von der Methode: ‚Die eine Hand gibt, die andere nimmt'. "Verantwortung sieht jedenfalls anders aus", erklärt die Kulturpolitikerin.
Die Linksfraktion hält es in diesem Zusammenhang für notwendig, dass auch vor Ort die Kulturfinanzierung auf eine breitere Grundlage gestellt und das Umland mit einbezogen wird. So müssten die Landkreise, deren Bürger die Kultureinrichtungen in den Städten nutzen, stärker beteiligt werden. "Auch das ist ein wichtiger Punkt, der von einem Kulturfördergesetz geregelt werden muss", so Birgit Klaubert abschließend.
