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Dieter Hausold: Gutscheine helfen da auch nicht weiter

Die nach wie vor anfällige Binnenkonjunktur könne einen zusätzlichen Kaufkraftschub gut gebrauchen, sagt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dieter Hausold, mit Blick auf das Gutachten der Gesellschaft für Konsumforschung zur Verbraucherstimmung im Land.

"Die Botschaft, dass die Verbraucherstimmung wieder auf dem Niveau vom Sommer 2008 liegt, ist ein Zeichen dafür, dass der konjunkturelle Aufschwung tatsächlich in Gang kommt", stellt der Wirtschaftspolitiker fest, aber er mahnt gleichzeitig: "Das ist auch ein Appell an die Bundesregierung, dringend eine spürbare, reale Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze zu beschließen, denn mit einem mageren Plus von fünf Euro lässt sich die Binnenkonjunktur nicht zusätzlich anschieben."

Die Regelsätze müssten mindestens auf den Wert der Pfändungsfreigrenze angehoben werden, "gleichzeitig muss der flächendeckende gesetzliche Mindestlohn eingeführt werden", betont Hausold. "Nur dann wird ein Mehr an Lebensqualität und persönlicher Freiheit im Alltag für die Betroffenen zu erreichen sein. Die Menschen brauchen Geld in der Hand, nur so kann die Binnenkonjunktur angekurbelt werden. Gutscheine helfen da auch nicht weiter", kritisiert der Wirtschaftspolitiker und fordert die Thüringer Landesregierung auf, sich im Bund dafür einzusetzen, dass eine merkliche Erhöhung der Hartz-VI-Regelsätze erfolgt.

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