"Die Studierenden erwarten Taten, nicht Ankündigungen"
Zu den Plänen von Kultusminister Matschie, den Hochschulzugang für berufserfahrene Menschen ohne Abitur verbessern zu wollen, erklärt die studierendenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Susanne Hennig:
"Die Linksfraktion begrüßt das Vorhaben, Menschen ohne Abitur den Zugang zu einem Hochschulstudium zu erleichtern. Wir machen aber darauf aufmerksam, dass es nun umso dringlicher ist, die Bedingungen an den Hochschulen durchgreifend zu verbessern. Und das bedeutet zunächst, endlich wieder mehr wissenschaftliches Personal."
Obwohl die Zahl der Studierenden sich seit 1993 in Thüringen von 22.000 auf 52.000 mehr als verdoppelt habe, sei die Zahl der Personalstellen an den Hochschulen im selben Zeitraum von 5.600 auf 4.800 gekürzt worden. "Überfüllte Seminare, ausfallende Kurse, mangelnde Betreuung und letztlich ein Abfall an Qualität sind die Folge", sagt Frau Hennig. "Die Thüringer Studierenden erwarten Taten, nicht Ankündigungen!", verlangt die LINKE Bildungspolitikerin vom Kultusminister. "Wenn er wirklich ernst machen will, müsste Herr Matschie bei den Haushaltsdiskussionen in der nächsten Woche einen Antrag zugunsten der Hochschulen nachschieben!"
