DIE LINKE zum Krankenhausplan: Antworten auf Ungeklärtes wird für reichlich Konfliktstoff sorgen
„Der 6. Thüringer Krankenhausplan ist ein Kompromiss zwischen den unterschiedlichen Interessenlagen der Kostenträger, der Krankenhausträger und des Landes“, resümiert Jörg Kubitzki, sozialpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Thüringer Landtag, im Anschluss die heutige Ausschusssitzung.
Als positiv bewertet der Landtagsabgeordnete, dass die Fortsetzung der Krankenhausplanung auf der Grundlage der Landesplanungsregionen erfolgte und die geriatrische Versorgung in Thüringen weiter ausgebaut wird.
„Der Krankenhausplan gewährleistet die flächendeckende Versorgung der Menschen im Land, einschließlich der Notfallversorgung“, so der Abgeordnete.
Allerdings sei mit Konfliktpotential hinsichtlich der ungeklärten Fragen, wie es mit kleineren Fachabteilungen weitergeht oder welche Krankenhäuser zukünftig Abteilungen des Fachgebiets Orthopädie/Unfallchirurgie betreiben dürfen, zu rechnen. „Diese Fragen wurden im Krankenhausplan offen gelassen“, kritisiert der Linksfraktionär. Diese Konflikte, bei denen es sowohl um wirtschaftliche Interessen geht, aber auch um die Vorhaltung von Fachärzten, würden in den nächsten Wochen für Diskussionsbedarf sorgen. „Die Debatte darf aber nicht zur Verunsicherung der Menschen in den einzelnen Regionen führen“, so Kubitzki abschließend.
