DIE LINKE: Rentengerechtigkeit für Frauen schaffen, die in der DDR geschieden wurden

"20 Jahre nach der deutschen Einheit muss endlich eine Angleichung des Rentenwertes Ost an West erfolgen. Gleichzeitig müssen die noch vorhandenen Rentenlücken unverzüglich geschlossen werden", fordert die Gleichstellungspolitikerin der Fraktion DIE LINKE, Karola Stange.

Nach der heutigen Beratung des Themas "Rentenversorgung von in der DDR geschiedenen Frauen" im Gleichstellungsausschuss des Landtages kritisiert Frau Stange: "Seit 20 Jahren sind die Belange von Frauen, die in der DDR geschieden wurden und somit rentenrechtlich keine Absicherung erhalten, nicht geklärt."

Die Fraktion DIE LINKE hat in den zurückliegenden Jahren auf Bundes- und Landesebene immer wieder Anträge ins Parlament eingebracht, die sich mit der Schließung dieser Gerechtigkeitslücke beschäftigten. "Bis heute ist außer wohlwollenden Lippenbekenntnissen der CDU und SPD nichts passiert", resümiert Frau Stange.

Die Abgeordnete der LINKEN fordert, die Lösung des Problems nicht auf den Sankt-Nimmerleins-Tag zu verschieben, denn zu DDR-Zeiten geschiedene Frauen seien bereits heute in einem fortgeschrittenen Alter. Die gleichstellungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion kündigt eine nochmalige Prüfung einer Bundesratsinitiative zur Klärung dieses Sachverhaltes an. "Wir können uns gut vorstellen, dass wir als Lösungsvorschlag einen fiktiven Versorgungsausgleich, finanziert durch Steuergelder, in die Diskussion bringen, damit nachträglich Gerechtigkeit für die Frauen geschaffen wird", sagt Karola Stange.

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