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DIE LINKE kritisiert Zugangsbeschränkungen an den Hochschulen

Anlässlich des vor 40 Jahren vom Bundesverfassungsgericht gefassten Grundsatz-Urteils zum Numerus Clausus (NC) kritisiert die bildungspolitische Sprecherin Susanne Hennig: „Das Bundesverfassungsgericht sah damals eine Einschränkung der Zugangsfreiheit zum Studium nur vorübergehend und in kontrolliertem Umfang als zulässig an, da hier Grundrechte berührt sind. Heute erleben wir, dass unter dem Druck der Finanzknappheit immer mehr Hochschulen immer mehr Bildungsgänge abschotten und somit der Numerus Clausus statt schwächer immer stärker wird.“

Seit 2004 dürfen die Bundesländer für einen Großteil der Studienplätze zusätzliche Vorbedingungen stellen, wie Berufserfahrung, Notendurchschnitte und Auswahlgespräche. „Jetzt müsste endlich die Finanzausstattung der Hochschulen verbessert und der NC abgeschafft werden! Der Hochschulzugang muss für jede und jeden möglich sein“, unterstreicht Susanne Hennig.

Die Abgeordnete der LINKEN weist erneut darauf hin, dass der soziale Hintergrund eines Kindes über den Bildungserfolg mit entscheide, nur ein Drittel aller Kinder schaffe es überhaupt bis zum Abitur. Davon hätten Kinder aus finanziell besser gestellten Familien deutlich bessere Chancen. „Die Fortsetzung der NC-Politik verfestigt damit soziale Selektion über den Bildungsbereich“, so Frau Hennig abschließend.

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