Zum Hauptinhalt springen

DIE LINKE kritisiert das Aus für Druckzentrum Suhl

Als "schlechten Tag für den Wirtschaftsstandort Suhl und die Medienlandschaft Thüringen" bezeichnet Ina Leukefeld, Landtagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE aus Suhl, die Schließung des Suhler Druckzentrums, wodurch mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job verlieren. "Unsere Solidarität gilt den Betroffenen und ihren Familien", unterstreicht Frau Leukefeld.

Das Aus für das Druckzentrum Suhl sei auch "wirtschafts- und medienpolitisch höchst bedenklich". Bisher wurden in Suhl die regionalen Tageszeitungen Freies Wort und Südthüringer Zeitung gedruckt.

"Statt den Standort einfach abzuwickeln, hätte man an einem Zukunftsplan für das bislang gut funktionierende Druckzentrum arbeiten sollen", moniert Frau Leukefeld, Arbeitsmarktexpertin der LINKEN im Landtag. Offenkundig seien allein Profitmaximierung und Marktbereinigung ausschlaggebend für die fatale Entscheidung gewesen, die die Gesellschafter getroffen haben. Die Linksfraktionärin weist auf die unrühmliche Rolle der SPD hin. Schließlich sei einer der Gesellschafter des Druckzentrums die Medienholding DDVG. Diese wiederum gehöre direkt der SPD. "Die SPD-eigene DDVG ist ihrer Gesellschafterpflicht und ihrer Verantwortung für Thüringen nicht gerecht geworden", kritisiert die Abgeordnete. Die Schließung habe für die Stadt und für die Region äußerst negative Auswirkungen. "Mit Blick auf die Wirtschaftsstruktur und Abwanderung der Region hätten sich auch die Landesregierung und besonders die SPD für eine andere Entscheidung stark machen müssen", sagt Frau Leukefeld.

Grund zur Sorge bestehe auch für die Medienlandschaft in Thüringen: "Medienstrukturen in Thüringen sind akut bedroht. Die Landesregierung sollte bei der zunehmenden Konzentration im Medienbereich nicht tatenlos zusehen. Die zunehmende Einschränkung der Medienvielfalt bedeutet letztlich Verlust an Meinungsfreiheit", so Leukefeld abschließend.

Mehr aktuelle Themen

Zurück zum Kopf der Seite