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Diana Skibbe kritisiert: Dispozinsen weiter in Rekordhöhe

Die verbraucherschutzpolitische Sprecherin der LINKE-Landtagsfraktion, Diana Skibbe, äußert ihr Unverständnis zur unverändert enormen Höhe der Dispozinsen: „Gestern wurde durch die EZB die Höhe des Leitzinses mit 0,15 Prozent bestätigt. Die Kreditinstitute können sich also fast zum Nulltarif bei der Notenbank Geld leihen.“

Die Abgeordnete weiter: „Nun sollte man doch annehmen, dass von diesen höchst lukrativen Konditionen auch die Bankkunden profitieren. Aber weit gefehlt. Die Zinssätze für Dispozinsen bewegen sich weiter in einer durch nichts zu erklärenden Höhe. Elf Prozent und mehr Dispozinsen und über 17 Prozent für geduldete Überziehungen sind hier die Normalität. Gerade Sparkassen sind dabei häufig die Vorreiter. Diese Handlungsweise ist in höchstem Maße fragwürdig. Aber wie sagte man schon im alten Rom: ‚Pecunia non olet‘. Immerhin haben die deutschen Banken allein aus dem Dispo-Geschäft im Jahr 2011 3,7 Milliarden Euro eingenommen. Offensichtlich besteht hier kein Regelungsinteresse, obwohl 30 Prozent der Bankkunden in Deutschland den Dispo nutzen.“

Frau Skibbe verweist darauf, dass die LINKE „schon lange gegen die Abzocke der Bankkunden kämpft“ und „eine Dispo-Deckelung“ fordert. „Wir werden in Thüringen noch in diesem Jahr erneut Anlauf nehmen, um die Dispozinsen der Sparkassen in Thüringen gesetzlich auf fünf Prozent zu begrenzen“, so die LINKE-Politikerin abschließend.

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