Christian Schaft: Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes ist wichtiger Schritt mit „Luft nach oben“
Zum heute veröffentlichten Kabinettsentwurf des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes erklärt Christian Schaft, wissenschafts- und hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Der vorgestellte Kabinettsentwurf ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Mit den neuen Vorgaben, die sich zu einem guten Teil an die Vorschläge der GEW anlehnen, wird prekäre Beschäftigung an den Hochschulen ein Stück weit zurückgedrängt. Aus Sicht der LINKEN bleiben jedoch noch immer bedeutende Spielräume im Sinne der Beschäftigten ungenutzt.“
Schaft verweist hier insbesondere auf notwendige Nachbesserungen bei Vergütung, Qualifizierung und dem Ausbau von unbefristeten Stellen: „Dauerstellen für Daueraufgaben muss das Grundprinzip auch in der Wissenschaftswelt werden. Besondere Regelungen zum Ausgleich für die zusätzliche Belastung bei familiären Aufgaben sind ebenso noch nötig, wie die Aufhebung der bisherigen Tarifsperre im Gesetz, die die Mitbestimmung für die meisten Beschäftigten im Wissenschaftsbetrieb aushebelt. Zudem sollte gerade bei Doktorandinnen und Doktoranden eine Mindestvertragsdauer von drei Jahren bestehen und der Qualifikationsauftrag, welcher mit der Promotion verbunden ist, klar im Arbeitsvertrag geregelt sein.“
Der Abgeordnete ergänzt: „Die Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag wird im Dialog mit ihren Koalitionspartnerinnen für entsprechende Initiativen im Bundesrat werben. Ich freue mich, dass nun endlich ein wichtiger Fortschritt für Gute Arbeit an den Hochschulen zu verzeichnen ist“, so Schaft abschließend.
