Bufdi-Einstellungsstopp legt Arbeit vieler Vereine lahm
"Auch wenn der Bundesfreiwilligendienst aus linker Sicht keine sinnvolle Arbeitsmarktinitiative ist, werden durch den jetzt veranlassten altersdiskriminierenden Einstellungsstopp viele soziale und kulturelle Vereine in Thüringen in ihrer Arbeit massiv behindert", konstatiert die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, Dr. Birgit Klaubert, und verweist auf mehrere Rückmeldungen von Vereinen, die sie in den letzten Tagen erreichten.
"Klar ist, dass Erwerbslose durch die Maßnahme des Bundesfreiwilligendienstes nicht ausgenutzt werden dürfen, aber eine Streichung vorzunehmen ohne das Angebot einer soliden Alternative, ist verantwortungslos. Vor allem im kulturellen und sozialen Bereich gibt es viele ältere Menschen, denen es vor allem darum geht, zu helfen und an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Dass diese jetzt so vor den Kopf gestoßen und zu Menschen zweiter Klasse degradiert werden, ist unerträglich", so die LINKE- Politikerin weiter.
Viele Vereine, die bereits Zusagen für Bufdi-Stellen erhalten und dementsprechend ihre konzeptionellen Planungen für das kommende Jahr ausgerichtet hätten, stünden nun vor dem Problem, ihre Angebote teilweise gar nicht aufrecht erhalten zu können, moniert die Altenburger Politikerin.
"Wir werden dieses Thema auch parlamentarisch bearbeiten und uns der Situation der in Thüringen betroffenen Vereine annehmen. Natürlich hoffen wir dabei auf die Unterstützung der anderen Fraktionen und besonders auch der Landesregierung", verspricht Birgit Klaubert.
