Bodo Ramelow: Urlaubsreisen dürfen kein Privileg sein
Zur aktuellen Debatte über Urlaubs-Unterstützungsleistungen für sozial schwache Familien und ihre Kinder erklärt Bodo Ramelow, LINKE-Fraktionsvorsitzender: „Leider können sich viele Familien in Thüringen Urlaub und Ferienfreizeitgestaltung nicht leisten. Ich unterstütze ausdrücklich den von Katja Kipping unterbreiteten Vorschlag für ein ‚Recht auf Urlaub‘.“
Urlaubsreisen mit den Eltern, sich erholen und interessante Ferienerlebnisse haben zu können, dürfe „nicht zu einem Privileg für immer weniger Familien werden“, so Ramelow weiter. Der Fraktionsvorsitzende verweist auf die erschreckende Situation im Land: „Laut Bertelsmann Stiftung ist jedes fünfte Kind in Thüringen arm. Daran haben die bundesweit niedrigsten Durchschnittslöhne in Thüringen ebenso ihren Anteil wie die nach wie vor weit unter der Existenzsicherung liegenden Hartz-IV-Regelsätze.“
Statt Mildtätigkeit und Spenden, so wichtig auch dies sei, müsse es einen Rechtsanspruch auf Urlaub und Ferienfreizeit geben, unterstreicht Bodo Ramelow die Position der LINKEN-Bundespolitikerin und fordert in diesem Zusammenhang auch die Aufnahme von Kinderrechten sowohl in das Grundgesetz als auch in die Landesverfassung. Als eine Sofortmaßnahme müsse der in Thüringen vorhandene Haushaltstitel, aus dem Ferien für bedürftige Familien finanziert werden können, deutlich aufgestockt werden.
