Bodo Ramelow: Konsequente Abkehr von Billiglohn, Leiharbeit und prekäre Beschäftigung
„Die LINKE unterstützt die Aktionen und Demonstrationen anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai in Thüringen und fordert eine Bundes- und Landespolitik der konsequenten Abkehr von Billiglohn, Leiharbeit und prekärer Beschäftigung“, betont Fraktionsvorsitzender Bodo Ramelow.
Der Landespolitiker verweist darauf, dass in den letzten Jahren immer mehr Arbeitnehmer in die Leiharbeit gezwungen wurden und ihre Zahl inzwischen das Vorkrisenniveau überschritten hat. Von den in Thüringen rund 30.000 vollbeschäftigten Leiharbeitern verdient mehr als ein Drittel zwischen 900 und 1.300 Euro Brutto. „Der Umfang der prekären Beschäftigung in Thüringen ist weiterhin hoch und hat den Freistaat bei Lohndumping und Armutsgefährdung in traurige Spitzenpositionen gebracht“, kritisiert Ramelow.
Dass mit der Änderung der Sozialgesetzgebung die Mittel für die Arbeitsförderung praktisch gegen Null gefahren wurden. sei auch mit Blick auf den nach wie vor hohen Anteil der Langzeitarbeitslosen in Thüringen ein Desaster, gibt der LINKE Politiker in diesem Zusammenhang zu bedenken und verweist auf die Zahlen. Zuletzt stieg der Anteil der Hartz-IV-Bezieher in Thüringen im Vergleich zum Vorjahr von 61,4 Prozent auf 65,2 Prozent.
Angesichts der bevorstehenden vollen Arbeitnehmerfreizügigkeit ab 1. Mai bezeichnet es Bodo Ramelow als verheerend, dass die schwarz-gelbe Bundesregierung in sieben Übergangsübergangsjahren keine Vorkehrungen gegen Lohndumping und ruinösen Wettbewerb getroffen hat, sodass eine an sich begrüßenswerte Entscheidung zu Ablehnung und Ängsten führe.
Die LINKE untermauert vor dem Tag der Arbeit ihre jahrelange Forderung nach einem flächendeckenden, existenzsichernden und gesetzlichen Mindestlohn.
Bodo Ramelow wird am 1. Mai auf der Kundgebung in Sömmerda (ab 10 Uhr vor dem Rathaus) sprechen.
