Blindengelderhöhung darf nicht nur Manöver zur Beruhigung sein
Als "einen ersten Sieg" des Blinden- und Sehbehindertenverbandes bezeichnet Karola Stange, Sprecherin für Behindertenpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, die Zusage der Thüringer Sozialministerin, nun doch das Blindengeld um 50 Euro je Monat erhöhen zu wollen. "Ich hoffe, dass das nicht nur ein Manöver zur Beruhigung der Betroffenen ist, um weitere Proteste zu verhindern."
Die Behindertenpolitikerin der LINKEN weist darauf hin, dass Thüringen selbst bei einem erhöhten Satz von 270 Euro Landesblindengeld im Monat immer noch die vorletzte Position im bundesweiten Ländervergleich einnehme.
DIE LINKE werde den Prozess der anstehenden Erhöhung des Nachteilsausgleichs für Menschen mit Behinderungen "weiter kritisch begleiten und bei Nichteinhaltung der Versprechen gemeinsam mit den behinderten Menschen für Chancengleichheit streiten", so Frau Stange weiter.
