Belohnungsbonbons sind keine Lösung
Die studierendenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Susanne Hennig, hat die Ablehnung der Stipendienpläne der Bundesregierung durch das Thüringer Kultusministerium begrüßt. "Die Einführung eines Belohnungsbonbons für die besten 10 Prozent löst kein einziges der gravierenden Probleme an den Hochschulen."
Das deutsche Studiensystem bedarf dringend grundsätzlicher Schritte zur sozialen Absicherung der Studierenden, damit sich alle voll auf das Studium konzentrieren können. "Unsere Gesellschaft braucht den Erfolg aller Studierenden, nicht nur der Besten. Wir treten deswegen für eine elternunabhängige, nicht rückzahlbare Grundsicherung für alle Studierenden ein. Hier kann man auch viel Bürokratie einsparen", unterstreicht die Abgeordnete der LINKEN. Dass diese Mittel auch noch von heute völlig unbekannten privaten Geldgebern aufgebracht werden sollen, mache die völlige Realitätsferne der Bundesregierung in dieser Frage deutlich. "Wenn man dieses Vorhaben tatsächlich umsetzt, führt das nur zu mehr Abhängigkeit der Hochschulen von großen Firmen", so Frau Hennig abschließend.
