Auch Bestandsbauten mit Rauchmeldern nachrüsten
Die Linksfraktion unterstützt die Kampagne zum vorbeugenden Brandschutz anlässlich des morgigen bundesweiten Rauchmeldertages. Die verbraucherpolitische Sprecherin, Heidrun Sedlacik, verweist auf die seit 2008 in Thüringen bestehende Rauchmelderpflicht und kritisiert, dass es immer noch keine Nachrüstpflicht für Bestandsbauten gibt.
Das Ziel der breit angelegten Aufklärungskampagne sei klar: Umfassender Schutz vor lebensgefährlichem Brandrauch für die ganze Bevölkerung durch Rauchmelder. „Die Feuerwehr fordert bereits seit langem die Einführung einer Rauchmelderpflicht für alle privaten Wohnungen“, so Frau Sedlacik weiter. Schließlich seien Rauchmelder Lebensretter, die in jede Wohnung gehörten, in Schlaf- und Kinderzimmer sowie in die Flure.
Da die in Thüringen bestehende Rauchmelderpflicht noch keine Nachrüstpflicht für Bestandsbauten enthält, appelliert die Verbraucherpolitikerin an Vermieter und private Eigentümer, nicht länger mit der Installation der lebensrettenden Geräte zu warten. Oft würden durch technische Defekte Brände ausgelöst – besonders nachts eine tödliche Gefahr, denn im Schlaf rieche der Mensch nichts. Dabei könnten bereits drei Atemzüge des hochgiftigen Brandrauchs tödlich sein. Mit Blick auf die Tatsache, dass 95 Prozent aller Brandtoten an den Folgen einer Rauchvergiftung sterben, betont Sedlacik: „Rauchmelder haben sich als vorbeugender Brandschutz bewährt, somit kann sich jeder effektiv gegen Brandgefahren schützen.“
