Antibiotika-Resistenz: Bedingungen der Tier-Haltung dringend verbessern!

Zur gegenwärtigen Debatte über die Belastung von Wurstwaren und Mettprodukten mit antibiotika-resistenten Keimen fordert DIE LINKE erneut, die Haltungsbedingungen von Geflügel und Schweinen zu verbessern. „Gerade in der Geflügel- und Schweinehaltung gibt es enormen Handlungsbedarf, um den Krankheitsdruck in den Beständen zu verbessern“, stellt Dr. Johanna Scheringer-Wright, Sprecherin für Agrarpolitik der Linksfraktion im Thüringer Landtag, fest.

„Puten, Masthähnchen und Mastschweine brauchen mehr Platz in den Ställen, mehr Frischluft, Sonne und Auslauf, damit ihr Immunsystem gestärkt wird und damit Krankheiten und Behandlungen mit Antibiotika reduziert werden“, erklärt die Abgeordnete.

Solange schlechte Haltungsbedingungen toleriert und keine zielführenden Vorschriften in den Verordnungen festgelegt würden, könne man den Krankheitsdruck nicht wirklich in den Griff bekommen. „Die Folge davon ist, dass Landwirte aus Angst vor ausbrechenden Krankheiten in den dicht besetzen Tierbeständen natürlich zum Antibiotika greifen und das fördert die Antibiotika-Resistenzen der Keime“, führt die Agrarexpertin aus.

Die Verschärfung des Arzneimittelgesetzes allein, so wie es jetzt passiert ist, reiche nicht aus: „Die Haltungsbedingungen müssen dringend verbindlich verbessert werden“, fordert Scheringer-Wright abschließend.

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