Anhörung hat Kritik an Rassehundeliste bestätigt: Für Verhalten eines Hundes ist Halter verantwortlich!
„Die heutige Anhörung zur geplanten Einführung der Rassehundeliste hat unsere Kritik bestätigt. Es ist weder eine sogenannte Rasseliste noch eine Größenklassifizierung sachgerecht und angemessen, um tatsächlich Beißvorfälle zu verringern“, sagt Sabine Berninger, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE nach der heutigen Sitzung des Innenausschusses.
Die Linksfraktion erneuert ihre Forderung, dass Hundehalter - unabhängig von Rasse und Größe des gehaltenen Hundes - in die Verantwortung genommen werden müssen. „Eine gesetzliche Regelung sollte an die bisherige Gefahrhundverordnung anknüpfen und einen Sachekundenachweis, eine Haftpflichtversicherung sowie eine Kennzeichnungspflicht aus Gründen der Gefahrenabwehr und des Tierschutzes enthalten“, so Frau Berninger weiter.
Die Gespräche mit Sachverständigen, Tierärzten und weiteren Experten sowie die heutige Anhörung habe klar gemacht, dass für das Verhalten eines Hundes der Halter verantwortlich ist und nicht die Zugehörigkeit zu einer Hunderasse oder die Größe des Hundes, begründet die Linksfraktionärin. Nun sei die Landesregierung gehalten, die Einwände ernst zu nehmen und ihren Gesetzentwurf grundsätzlich zu korrigieren.
„So zu tun, als habe es nicht vorwiegend Kritik gegeben, wie es das Innenministerium in seiner Verlautbarung meint, hat mit einem demokratischen und sachgerechten Gesetzgebungsverfahren nichts zu tun“, so Sabine Berninger abschließend.
