Gravierende Probleme in den Grundschulhorten werden nicht behoben
"Trotz alarmierender Personalprobleme an den Grundschulhorten in einzelnen Kommunen zeigt die Landesregierung weder Problemeinsicht noch sieht sie Handlungsnotwendigkeit", kritisiert die Bildungspolitikerin der Linksfraktion Michaele Sojka.
So wie in den letzten Jahren die CDU-Regierung verschließe auch SPD-Bildungsminister Matschie die Augen vor den offensichtlichen Problemen in den Grundschulhorten. "Das konkrete Beispiel in der Stadt Gera mit einem aktuellen Defizit von wöchentlich 222 Erzieherstunden in den Grundschulhorten zeigt den enormen Handlungsbedarf. Angesichts der Tatsache, dass Horterzieherinnen zumeist nur mit 50-Prozent-Stellen in den Grundschulen angestellt sind, an den Kindertagesstätten aber Vollzeiterzieherinnen gesucht werden, verschärft sich das Problem zusätzlich", betont Frau Sojka.
Die Landesregierung habe im Bildungsausschuss auch keine Auskunft darüber geben können, wie es mit den mittlerweile 21 Erprobungsmodellen zur schrittweisen Kommunalisierung der Horte an den Grundschulen in Thüringen nach der Erprobungsphase im Sommer 2012 weitergehen soll. "Dabei stehen immer noch Schulträger angesichts der Personalnot an ihren Grundschulhorten vor der Entscheidung, sich nun ebenfalls den Erprobungsmodellen anzuschließen, um somit den staatlich verordneten Mangel an Erzieherinnen aus eigener Kraft zu vermindern", sagt Michaele Sojka abschließend.
