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BAföG grundlegend reformieren 

Christian Schaft

Ausgehend von den sinkenden Zahlen der BAföG-Empfänger*innen bundesweit um 6,4 Prozent, fordert Christian Schaft, Sprecher für Wissenschaft, Hochschule und Forschung der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: „Die proklamierte „Trendwende“ von Bundesministerin Karliczek ist nicht in Sicht. Notwendig ist und bleibt eine grundlegende Reform, damit Studierende insbesondere aus finanziell benachteiligten Familien auch wirklich vom BAföG profitieren.“  

Seit 2012 ist Förderung der Schüler*innen und Studierenden von 959.000 auf 680.00 zurückgegangen. Das sind mehr als ein Viertel. Schaft erläutert: „Wir unterstützen die Forderungen von GEW, fzs e.V. und des Deutschen Studierendenwerks nach einer grundlegenden BAföG-Reform, damit die Ausbildungsförderung der Lebensrealität von Studierenden gerecht wird.“ Zudem sind viele Studierende durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Nöte geraten. „Die Aufnahme eines Studiums muss krisensicher sein. Die Anträge von Studierende für Überbrückungshilfen werden zu über 50 Prozent abgelehnt. Hier muss ebenfalls dringend nachgebessert werden und das Budget aufgestockt, sowie eine schnelle und unbürokratische Bewilligung erfolgen“, so Schaft weiter. Auch in Thüringen hatten bereits tausende Studierende die Hilfen beantragt. 

Wie die konkrete Situation in Thüringen für die Studierenden durch die Corona-Pandemie aussieht und wo weiter Unterstützung notwendig ist, soll eine kleine Anfrage zu „Corona bedingte Nachteilsausgleiche an den Thüringer Hochschulen“ klären. Schaft abschließend: „Wir wollen die Studierenden mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht allein lassen!“

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