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Die Linke fordert ‘Luxemburger Verhältnisse’: Kostenloser Nahverkehr statt Kürzungen bei der Bahn

Andreas Schubert

Anlässlich des vom Thüringer Verkehrsgewerbe und der Straßenverkehrsgenossenschaft organisierten „Tags des Verkehrsgewerbes“ heute in Erfurt erklärt Andreas Schubert, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag:

 

„Wer Verkehrswende ernst meint, muss mutig denken und handeln. Unser Ziel ist klar: Wir wollen perspektivisch kostenlosen öffentlichen Personennahverkehr in Thüringen – wie in Luxemburg. Denn Mobilität gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge.“

 

Die Linke verweist auch auf Genf: Dort wurde der Nahverkehr vorübergehend kostenlos gemacht, um die Luftqualität zu verbessern. „Das zeigt, wie eng Fragen von Mobilität, Gesundheit und Klimaschutz zusammenhängen“, so Schubert weiter. „Statt wie die aktuelle Landesregierung an kleinen Stellschrauben zu drehen, braucht es endlich den großen Wurf: mehr Angebot, bezahlbare Preise bis hin zum Nulltarif und eine konsequente Ausrichtung am Gemeinwohl.“

 

Als ersten Schritt auf diesem Weg setzt sich Die Linke für ein 28-Euro-Kinder- und Jugend-Ticket ein. „Ein solches Ticket bedeutet nicht nur finanzielle Entlastung für Familien und Auszubildende“, betont Schubert. „Es verbessert die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen, fördert ihre persönliche Entwicklung, schafft echte Mobilitätschancen im Alltag und bindet die junge Generation frühzeitig an den öffentlichen Nahverkehr und das unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Das wäre ein konkretes Signal für mehr soziale Gerechtigkeit und eine Investition in die Zukunft Thüringens.“

 

Kontraproduktiv sind hingegen die Verteuerung des Deutschlandtickets um mehr als 20 Prozent und der aktuelle Zustand der Deutschen Bahn, die nicht nur notorisch unpünktlich ist, ein entscheidender Parameter auch für den Güterverkehr, sondern im September das Fernverkehrsangebot wieder ausdünnt. So sollen die Intercity-Verbindungen auf der Mitte-Deutschland-Verbindung ab September in Ostthüringen komplett entfallen und durch Züge des Nahverkehrs ersetzt werden. „Statt Angebote auszudünnen, brauchen wir eine Stärkung der Schiene, sowohl für den Personenverkehr als auch den Gütertransport. Dies bringt mehr Mobilität für alle, weil diejenigen, die weiterhin auf die Straße angewiesen bleiben, weniger im Stau stehen.“

 

Schubert abschließend: „Gerade zum Tag des Verkehrsgewerbes wird deutlich: Die Politik muss die Weichen im ÖPNV und SPNV grundsätzlich anders stellen. Thüringen braucht ein besseres, dichteres und perspektivisch kostenloses Angebot statt Kürzungen bei Verbindungen und steigende Ticketpreise. Nur so gelingt echte Verkehrswende und damit auch im Verkehrssektor die Verringerung von Emissionen.“

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