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Thüringens Tourismusstrategie neu ausrichten – Tourismus- und Landesmarketing aus einem Guss

Anja Müller

Anja Müller, Die Linke:

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Kolleginnen und Kollegen! An dieser Stelle möchte ich meinen solidarischen Genesungsgruß an meinen Kollegen Schubert senden, der uns bestimmt am Livestream zuhört und der Debatte folgt. Deswegen stehe nämlich auch ich zu diesem Thema hier.

(Beifall Die Linke)

Ich finde die Debatte aber jetzt total spannend und ich hätte mir gewünscht, gerade wo Herr Bühl gesprochen hat, ihm ist es egal, wer den Thüringer Kloß an den Tisch bringt – ich glaube, die beste Tourismusstrategie ist, wenn wir uns als weltoffenes, tolerantes und solidarisches Thüringen präsentieren. Das ist dann einladend für alle.

Was wir bräuchten, ist eine intensive Analyse des Marktes und der wichtigsten Trends, eine langfristige, zukunftsfähige Gestaltung der Tourismusfinanzierung und -förderung sowie ein klares Bewusstsein für eine gesellschaftliche Rolle des Tourismus. Hier wären Mittel deutlich besser investiert, als über Jahre eine neue Dachmarke zu entwickeln und sich mit Logos und Designfragen zu beschäftigen. Die neue Tourismusstrategie kann nur dann erfolgreich sein, wenn wir künftig konsequent vom Gast, vom Reisenden, vom Mitarbeiter und vom Bürger aus denken, wenn wir also die gesamte Reise in den Blick nehmen. Ebenso müssen die Aufgaben und Zuständigkeiten, nicht nur der Thüringer Tourismus GmbH, sondern auch der DMOs und weiterer Partner, darunter auch die Landesentwicklungsgesellschaft, klarer geregelt und mit verlässlichen Ansprechpartnern hinterlegt werden. Zudem werden Netzwerkarbeit und Wissensmanagement in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen, und auch das findet sich im Antrag kaum oder gar nicht wieder. Deshalb, meine Damen und Herren, bei aller Übereinstimmung im Ziel, die Rolle des Tourismus in und für Thüringen zu stärken, ist für die Linksfraktion zu diesem Antrag nur eine Enthaltung möglich. Das haben wir auch schon im Ausschuss gemacht. Deswegen war eben die Einbringung falsch, die Herr Henkel gehalten hat. Vielen Dank.

(Beifall Die Linke)

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