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Schaffung einer zentralen Koordinierungsstelle für Mädchen- und Jungenarbeit in Thüringen 2/2

Zum Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 5/4685

 

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Damen und Herren und liebe Zuschauer und Zuschauerinnen oben auf der Tribüne


(Zwischenruf Abg. Ramelow, DIE LINKE: Und im Livestream!)


und im Livestream sowieso, aber das wissen die, dass ich sie immer grüße.


Frau Siegesmund, Sie sagten, dass die Arbeitsgruppe „Umsetzung Landesjugendförderplan 2012-2015“ keine Idee hätte, worin Ihre Debatte mündet. Doch, genau die hat sie, nämlich die Arbeitsgruppe hat beschlossen und das wird momentan bzw. wird bis zum nächsten Jahr auch erarbeitet, einen, ich nenne es mal Praxisleitfaden, wie eben geschlechtergerechte, geschlechtersensible Arbeit in Thüringen stattfinden kann. Das ist auch das Entscheidende.


Vielleicht auch noch einmal zum Grundsatzverständnis: Es ist nicht so, dass geschlechtersensible, geschlechtergerechte Arbeit nur von den extra spezifischen Projekten wie beispielsweise dem JuMäX in Jena geleistet wird. Nein, es ist eine Grundaufgabe jeglicher Einrichtung und jeglichen Trägers der Kinder- und Jugendhilfe neben der politischen Bildung, neben Partizipation, neben einer Lebensweltorientierung, auch eine geschlechtersensible, geschlechtergerechte Arbeit durchzuführen und umzusetzen. Deswegen ist dieser Praxisleitfaden, wie ich das im Konkreten machen kann, auch das, was letztendlich insbesondere im ländlichen Raum, aber auch in den Städten den Kindern und Jugendlichen vor Ort mehr nützt als eine erneute Koordinierungsstelle, deren Geld in der Kinder- und Jugendarbeit mehr benötigt werden würde.


Wenn es Ihnen darum geht, im ländlichen Raum oder auch in den Kommunen, in den Städten Jugendliche zu stützen und zu stärken, dann schließen Sie sich doch unserem kommenden Änderungsantrag zum Haushalt an. Darin beantragen wir nämlich unter anderem eine Aufstockung der Jugendpauschale und genau das ist es, was in der Konsequenz eine viel bessere Wirkung für Kinder und Jugendliche vor Ort hat. Danke schön.


(Beifall DIE LINKE)



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