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Neuordnung der Finanzierung von Theatern und Orchestern

Zum Antrag der Fraktion DIE LINKE – Drucksache 5/4328

 

Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, jetzt befassen wir uns wieder an dem vorletzten Tagesordnungspunkt mit einem Wesensbereich des Thüringer Lebens. Wieder geht es um die entsprechende Finanzierung. Einig sind wir uns, die Vielfalt der Thüringer Theater- und Orchesterlandschaft ist für Thüringen prägend. Diese Vielfalt ist Lust aber auch Last. Lust deshalb, weil sie ein wesentlicher Teil der Bildung ist, Teil der Wahrnahme des kulturellen Erbes und der Schätze Thüringens, Wahrnahme aber auch der Tatsache, dass Jung und Alt zunehmend, also mehr Besucher in den Theatern und bei Konzerten sind, und wir nehmen auch das als Lust zur Kenntnis, wie kreativ Akteure in diesem Bereich tätig sind. Last, da reicht fast ein Satz, ist natürlich, dass diese Vielfalt auch finanziert werden muss. Trotz der Entscheidungen, die Ende des Jahres 2011 im Ministerium getroffen worden sind, ist keine Ruhe in der Theater- und Orchesterlandschaft, ist keine Stabilität in der Entwicklung eingetreten. Wir befinden uns, um ein wenig die Seemannssprache zu gebrauchen, in schwerem Wasser. Weder in Gera-Altenburg noch in Erfurt, geschweige denn in Eisenach kann man von Stabilität und kontinuierlicher Entwicklung sprechen.


(Beifall DIE LINKE)


Daher machen wir wiederholt davon Gebrauch, diese Problematik hier im Hohen Haus zu thematisieren und wir fordern in dem Bericht - ich gehe davon aus, dass der Minister das in wenigen Minuten tun wird - weitere Vorschläge, wie diese Probleme, wie diese Fragen, die in den vergangenen Tagen und Wochen aufgetreten sind, einer Lösung zugeführt werden können. Dabei wollen wir ausdrücklich zur Kenntnis nehmen, dass das Ministerium, dass Minister Matschie versucht, hier möglichst mit den entsprechenden finanziellen Mitteln Tarifverträge zu stabilisieren.


(Beifall DIE LINKE)


Aber die Situation und die jetzt eingetretenen Erkenntnisse - Stichwort Haustarifverträge - laufen in eine andere Richtung. Deshalb fordern wir hier eine weitere Diskussion, einen weiteren Bericht und ich gehe davon aus, meine Damen und Herren, im Interesse der Vielfalt der Kulturlandschaft Thüringens. Recht herzlichen Dank.


(Beifall DIE LINKE)


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