Etablierung eines flächendeckenden psychiatrischen Krisendienstes in Thüringen
Lena Saniye Güngör, Die Linke:
Wir halten diesen Antrag für notwendig, weil die Situation weder für Betroffene noch für Angehörige noch für die bestehenden Hilfesysteme auf Dauer tragfähig ist. Ich will an dieser Stelle auch sagen, dass ich und wir als Linksfraktion, aber auch viele von den anderen Kolleginnen und Kollegen gestern vor den Thüringer Landtag getreten sind, unsere Solidarität mit den dort protestierenden Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten zum Ausdruck gebracht haben. In diesem Kontext finde ich es schon wichtig, auch hier im Rund miteinander die Frage zu klären, wie psychische Gesundheit strukturell immer wieder an Grenzen stößt, wie sie immer wieder nicht so abgesichert ist wie somatische Gesundheit. Deswegen geht es uns und mir darum, nicht nur da Solidarität – ich sage mal – nach draußen zu tragen, wo die Bundesebene greift, sondern auch da tätig zu werden, wo wir auf Landesebene konkret tätig werden können.
Wir wollen aus einer lückenhaften und uneinheitlichen Praxis also eine belastbare Struktur machen und wir wollen, dass aus Zuständigkeitsdebatten verlässliche Hilfe, aus punktuellen Lösungen ein landesweit tragfähiger Rahmen wird. Unser vorliegender Antrag soll dafür die Grundlage legen und ich beantrage entsprechend die Überweisung an den Gesundheits- und Sozialausschuss. Ich hoffe jetzt auf eine konstruktive Debatte mit nicht ganz so vielen Hintergrundgeräuschen, weil es sich einfach um ein wichtiges Thema handelt. Vielen Dank.
(Beifall Die Linke)
