Rechter Terror, staatliches Versagen und gesellschaftliche Verantwortung
Wo stehen wir 15 Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU?
Am 4. November 2011 enttarnte sich der rechtsterroristische „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU). Zwischen 2000 und 2007 ermordete das NSU-Kerntrio zehn Menschen, neun davon aus rassistischen Motiven. Hinzu kamen zahlreiche Sprengstoffanschläge und Überfälle.
15 Jahre später sind noch immer zentrale Fragen ungeklärt. Hinterbliebene und Überlebende kämpfen bis heute um Aufklärung, um Antworten und um die Anerkennung des erlittenen Unrechts.
Am 4. November um 15 Uhr möchten wir deshalb am Erinnerungsort vor dem Thüringer Landtag gemeinsam der Opfer des rechtsterroristischen NSU-Netzwerks gedenken. Wir laden herzlich dazu ein, an diesem Gedenken teilzunehmen.
Am Abend richten wir den Blick auf die bis heute offenen Fragen des NSU-Komplexes: Was wurde in den vergangenen 15 Jahren aufgearbeitet? Welche Konsequenzen wurden aus dem staatlichen und gesellschaftlichen Versagen gezogen? Und welche Verantwortung erwächst daraus für den heutigen Umgang mit rechtem Terror sowie rassistischer und antisemitischer Gewalt?
Dazu laden wir um 19 Uhr zu einer digitalen Gesprächsrunde ein. Es diskutieren:
🔸 Mandy Boulgarides, Tochter des vom NSU ermordeten Theodoros Boulgarides
🔸 Dirk Laabs, Journalist und Autor
🔸 Katharina König-Preuss, Mitglied beider Thüringer NSU-Untersuchungsausschüsse
🔸 Moderation: Heike Kleffner, Fachjournalistin und ehemalige Geschäftsführerin des VBRG.
📅 Mittwoch, 4. November 2026
🕯️ 15:00 Uhr: Gedenken am Erinnerungsort vor dem Thüringer Landtag
💻 19:00–21:00 Uhr: Digitale Diskussionsrunde
🔗 Teilnahme: lmy.de/dSPVO
Die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten bedeutet auch, die offenen Fragen nicht ruhen zu lassen und weiterhin Aufklärung und Konsequenzen einzufordern.
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