Für eine soziale Wohnraumoffensive
in Thüringen
Die Linke im Thüringer Landtag plant ein Gesetz zur Stärkung des sozialen Wohnens. Ziel ist es, Wohnraum bezahlbar, sicher und für alle Menschen zugänglich zu machen. Hintergrund sind steigende Mieten, fehlender sozialer Wohnraum in vielen Regionen und neue demografische Anforderungen.
Der Gesetzentwurf soll folgende Kernpunkte regeln:
- Verbindliche Sozialwohnungsquote: Kommunen sollen verpflichtet werden, mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen – durch Neubau, Sanierung, Rekommunalisierung oder Umnutzung.
- Bessere Kontrolle von Mieten und Nebenkosten: Kommunale Mietenprüfstellen sollen landesweit Verstöße feststellen und ahnden; Energiesperren zulasten von Mieter:innen sollen verhindert werden.
- Stärkung des Sozialwohnungsbaus: Sozialwohnungen sollen verbindlicher Bestandteil der Bauleitplanung werden.
- Längere Sozialbindungen & Schutz vor Zweckentfremdung: Bezahlbarer Wohnraum soll dauerhaft gesichert und Fehlbelegung verhindert werden.
- Aufbau einer Landeswohnungsgesellschaft: Sie soll landeseigenen Wohnraum erwerben, bauen, sanieren und günstig vermieten. Organisiert als gemeinnützige GmbH, reinvestiert sie Gewinne und arbeitet unter parlamentarischer Kontrolle.
- Landeswohnungsbauvermögen absichern: Förderprogramme sollen verlässlich funktionieren – auch unabhängig von Bundesmitteln.
- Mitwirkungsrechte stärken: Gesetzlich verankerte Mieter:innenbeiräte und flächendeckende Beratungsangebote sollen Beteiligung und Rechte der Mieter:innen stärken.
Letzte Meldungen
zum Thema Wohnungspolitik in Thüringen
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt lobte kürzlich die von der Bundesregierung vorgenommenen Änderungen am sogenannten Heizungsgesetz. Dazu erklärt Anja Müller, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag: „Herr Voigt freut sich über eine vermeintliche Entlastung für den Osten, doch die Realität sieht anders aus.… Weiterlesen
Die heutige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bestätigt erneut: Staatliche Eingriffe in den Wohnungsmarkt sind verfassungsgemäß. Die Mietpreisbremse ist rechtlich zulässig, weil Eigentum nicht schrankenlos ist, sondern dem Gemeinwohl verpflichtet bleibt. „Ich will die Mietpreisbremse nicht schönreden. Sie reicht nicht aus. Was wir… Weiterlesen
Die am 15. Januar 2026 von IG BAU, Caritas und Mieterschutzbund vorgestellte Pestel-Studie „Sozialer Wohn-Monitor 2026“ bestätigt nach Auffassung von Anja Müller, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, die Forderungen ihrer Fraktion nach der Schaffung von mehr bezahlbarem sozialen Wohnraum. Dazu erklärt Müller:… Weiterlesen
„Gutes und bezahlbares Wohnen ist ein Grund- und Menschenrecht. Deshalb müssen alle Menschen ungehinderten Zugang dazu haben. Leider erfahren bestimmte Bevölkerungsgruppen auch in Thüringen erfahrungsgemäß (mehr) Diskriminierung und Benachteiligungen bei der Wohnungssuche und Rahmen Ihres Alltags im Wohnumfeld als für andere Gruppen der… Weiterlesen
„Mieter:innen brauchen wirksame Unterstützung gegen Versäumnisse von Vermieter:innen, vor allem, wenn es sich um unzuverlässige Wohnungskonzerne handelt und in solchen Fällen gleich eine Vielzahl von Mietwohnungen betroffen sind. Besonders problematisch und unfair wird es, wenn Mieter:innen für Versäumnisse ihrer Vermieter:innen mit… Weiterlesen
Anja Müller, wohnungs- und mietenpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zu den Berichten über Mieterinnen und Mieter in Gera, die von der Insolvenz von Vivet Immobilien betroffen sind: „Nach Hartsmannsdorf und Bad Sulza droht nun auch Mieterinnen und Mietern in Gera, dass ihnen Strom und Heizung abgestellt… Weiterlesen





