Weiterhin Unterstützung für in der DDR geschiedene Frauen

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Anlässlich des Vorhabens des Bundesverbandes der in der DDR geschiedenen Frauen, sich bei der Erarbeitung des Alternativberichtes der Allianz deutscher Frauenverbände (CEDAW) einzubringen, erklärt Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der LINKEN Landtagfraktion: „Der Kampf der Mitglieder und Betroffenen des Thüringer Landesverbandes der in der DDR geschiedenen Frauen für die Anerkennung einer angemessenen Rente und einen Ausgleich sowie eine Angleichung an die Rechte der Geschiedenen zu erreichen geht weiter, ist notwendig und wird von uns auch zukünftig unterstützt.“

Rund 300.000 Frauen in Deutschland, die in der DDR geschieden wurden, können nicht mehr mit einer Erhöhung ihrer Renten oder einem finanziellen Zuschlag rechnen. Sie hatten zuletzt auf Unterstützung von den Vereinten Nationen gehofft. Doch der für Frauendiskriminierung zuständige UN-Menschenrechtsausschuss CEDAW hat entschieden, kein Untersuchungsverfahren gegen Deutschland zu eröffnen. „Das ist unverständlich, denn hier hat die Bundesregierungen in den letzten 25 Jahren beschämend versagt, das Problem verschoben, ausgesessen, runtergespielt und nicht ernst genommen. Mit einer angemessenen Rentenbewertung mit Nachteilsausgleich würden Erwerbstätigkeit, Kindererziehung und Pflege der Angehörigen anerkannt und ein Leben in Armut verhindert“, unterstreicht Karola Stange. DIE LINKE werde weiterhin sowohl auf Bundesebene als auch im Land Thüringen versuchen, eine Lösung im Sinne der betroffenen Frauen zu erreichen.