Versorgung durch Hebammen in Krankenhäusern verbessern
Zum Internationalen Tag der Hebammen am 5. Mai sagt Karola Stange, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag: "Hebammen müssen in Krankenhäusern häufig drei bis vier Geburten gleichzeitig betreuen. Hinzu kommen nach Aussagen des Hebammenverbandes überlange Dienstzeiten und Nachtschichten. Da viele Frauen heute älter sind, wenn sie Kinder gebären, ist eine gute Betreuung besonders wichtig."
Es sei erfreulich, dass die Müttersterblichkeit bei Geburten mit einem Prozentsatz von 0,007 in Deutschland heute kaum noch ein Problem sei. Hier habe sich im vergangenen Jahrhundert enorm viel verbessert. Dennoch dürfe bei der Versorgung von schwangeren Müttern, gebärenden Frauen und Neugeborenen die Sorgfalt nicht nachlassen. "Frauen profitieren zweifellos von der hoch entwickelten Medizin, die uns hierzulande zur Verfügung steht", stellt Karola Stange fest. "Dennoch bleibt ein zentrales Element bei Schwangerschaft und Geburt eine gute persönliche Begleitung durch eine Hebamme, die nicht nur Hausgeburten betreut, sondern auch im Krankenhaus für die Gebärende zur Verfügung steht."
DIE LINKE fordert deshalb nach wie vor eine angemessene Bezahlung für Hebammen, um den Beruf weiter attraktiv zu halten und nicht durch Abwanderung in andere Tätigkeiten auszubluten. "Gleichzeitig muss es das Gesundheitssystem aber auch hergeben, dass jede Geburt durch eine Hebamme betreut wird, die nicht zwischen drei oder vier Gebärenden hin- und herspringen muss", sagt Karola Stange.
