Verdienstlücke muss endlich geschlossen werden
Getreu dem Leitsatz „Der Worte sind genug gewechselt, lasst uns Taten sehen“, fordert die gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Karola Stange, anlässlich des 3. Tages der betrieblichen Entgeltgleichheit am morgigen 9. Oktober, dass endlich die Lücke von 22 Prozent Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland geschlossen wird.
Die Abgeordnete bezeichnet es als nicht hinnehmbar, dass viele Frauen noch immer keine Chance auf faires Entgelt haben. Sie verweist darauf, dass im Jahr 2014 in Thüringen die Bruttostundenverdienste für Frauen bei 13,70 Euro und für Männer bei 14,49 Euro lagen.
Im bundesdeutschen Durchschnitt erhielten Frauen 15,83 Euro und Männer 20,20 Euro. „Diese zum Himmel schreiende Diskrepanz muss unverzüglich beendet werden“, betont Frau Stange.
Die LINKE verlangt schon seit Jahren die Einführung eines Entgeltgleichheitsgesetzes auf Bundesebene, damit die alte Forderung „Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ endlich Realität werden kann. „Die schlechte Bezahlung von Frauen und die vielen Gründe, die dazu führen, müssen überwunden werden. Erziehungs- und Pflegearbeit, bei der die Frauen den Löwenanteil tragen, muss endlich den gesellschaftlichen Stellenwert erhalten, der ihr zusteht. Niedriglöhne sowie geringfügige Arbeitsverhältnisse sollten ebenso der Vergangenheit angehören, wie ein Ehegattensplitting“, sagt Karola Stange.
Am morgigen 9. Oktober findet ab 17.00 Uhr im Erfurter Haus Dacheröden eine DGB-Veranstaltung zu dieser Thematik statt, an deren Podiumsdiskussion auch die LINKE-Abgeordnete teilnimmt.
